Klettern in der Fränkischen Schweiz

Klettern in der Fränkischen Schweiz

Der Frankenjura oder die Fränkische Schweiz ist unzweifelhaft das bekannteste und beliebteste deutsche Klettergebiet, dessen Ruf - vielleicht als einzigem deutschen Klettergebiet - weit über die Grenzen des Landes hinausreicht. Auf einer riesigen Fläche, eingerahmt von den Städten Nürnberg, Erlangen, Bamberg und Bayreuth verteilen sich unzählige Kalkmassive in einer wunderschönen, romantischen Landschaft.

Jedes Tal, jeder Fels hat seinen eigenen Charakter. Es gibt praktisch für jeden Geschmack den richtigen Fels: Große und kleine, löchrige und kompakte, steile und geneigte, sonnige und schattige. Durch die meist sehr griffigen aber auch ziemlich steilen Wandstrukturen ist die Kletterei tendentiell athletisch.

Natürliche Kletterlinien (Risse, Verschneidungen, Kanten) sind selten. Meistens hangelt man sich irgenwo in der prallen Wand an den Löchern empor.

Kletterer haben ihre eigene Sprache und Begriffe:


Das Sportklettern ist eine Variante des Freikletterns, bei der der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Sportkletterrouten sind meist mit zahlreichen fest angebrachten Sicherungspunkten abgesichert, um das Risiko bei einem Sturz zu minimieren.

Sportklettern wird sowohl an künstlichen Anlagen (Kletterhalle) als auch an natürlichen Felsen, in so genannten Klettergärten, betrieben. Die Athleten können sich in nationalen und internationalen Wettkämpfen messen.

Bouldern
ist das Klettern an Felsblöcken (engl: Boulder) in Absprunghöhe. Beim Bouldern liegt der Schwerpunkt auf der Lösung kurzer, nur wenige Züge langer sogenannter „(Boulder-)Probleme“, die teilweise schwierige, selbst innerhalb des Kletterns ungewöhnliche Bewegungsabläufe erfordern. Eine Seilsicherung ist hierzu nicht notwendig, zur Dämpfung von Stürzen werden Crashpad genannte Matten verwendet.

Zusätzlich zu Crashpads kann die Hilfestellung eines oder mehrerer Sicherungspartner, Spotter genannt, nötig sein. Der Spotter soll den Kletternden nicht auffangen, sondern lediglich sicherstellen, dass er sicher auf dem Crashpad landet und nicht umfällt oder stolpert. Es kann sowohl an Naturfelsen als auch an Kunstwänden gebouldert werden, außerdem ist Bouldern eine Disziplin des Wettkampfkletterns.


Klettersteige sind mit fest angebrachten Sicherungsmitteln wie Leitern und Stahlseilen gesicherte Kletter- oder Wanderwege. Der Kletterer ist durch eine Sicherheitsvorrichtung - dem Klettersteigset - mit dem Stahlseil oder der Leiter verbunden.

Im Gegensatz zum Freiklettern am Felsen kommt man beim Klettersteig kaum in direkten Kontakt mit dem Felsen. Es werden, wie gesagt, die technischen Hilfsmittel zur Fortbewegung verwendet.

Informationen unter:

www.klettern.frankenjura.com

www.klettersucht.de

www.ig-klettern.com

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