Villa Wahnfried

 

Wahnfried, das Haus des Komponisten Richard Wagner

"Hier, wo mein Wähnen Frieden fand - Wahnfried - sei dieses Haus von mir benannt." 

So hat Richard Wagner am 21. Mai 1876 selbst den Hausspruch entworfen, der auf drei Tafeln aufgeteilt wurde, mit dem Namen über dem Hauptportal.

Das Sgraffito-Gemälde germanischer Mythologie schuf Robert Krausse nach einer Anregung Cosimas. Der Wunsch nach einem Pavillon des Bayreuther Schlosses als Ruhesitz war vom König Ludwig II nicht erfüllt worden, und so entstand die Idee zur eigenen Villa. Wagner entwarf das Gebäude in den Grundzügen selbst. Schon über zwei Jahrzehnte zuvor, als er in der Nähe von Zürich kurte, betrieb er erste Eigenheim-Studien:

"Außer der Wasserei besteht meine Beschäftigung darin, dass ich mir auf dem Papier - mit Zirkel und Lineal - ein Haus baue."

 
 

Mit der Detailplanung betraute er den prominenten Berliner Architekten Wilhelm Neumann, der das damals modische Erscheinungsbild im Stil der Neurenaissance bestimmte.

Die Ludwigsbüste von Kaspar Zumbusch steht aus gutem Grund im Vorgarten: Der königliche Freund förderte Wahnfried mit 75 000 Mark.

Wahnfried ist, obwohl Nationalstiftung und als solche Ort ernstester Forschung, gleichzeitig ein Kuriositätenkabinett ohnegleichen.

Wer Bayreuth begreifen will, sollte seine Expedition hier beginnen. Denn so wie an diesem ganzen Ort steht auch in der Villa das Bewegende neben dem Grotesken.

Kein Zweifel: Wagners Wohnstatt ist ein Kulturdenkmal, aber alles andere als eine kunsthistorische Kostbarkeit.

 

Geschichte der Villa Wahnfried

Durch die im Laufe der Jahre größer werdende Familie wurde ein Anbau an der Ostseite des Hauses notwendig. Hier entstand das sogenannte Siegfried-Wagner-Haus welches 1876 begonnen, und später in den ...

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