04.03.2016

von Uni Bayreuth B° RB

Buddyprogramm

Bayreuther Studierende engagieren sich für Geflüchtete

Hatten viel Spaß in der Bayreuther Eishalle, v.l.n.r.: Johannes, Anas, Martin, Abdullah und Mohammad

Das Studierendenparlament der Universität Bayreuth initiierte und 

organisiert mit studentischen Mentoren das ‚Buddyprogramm‘, um Geflüchtete beim Deutschlernen zu unterstützen und die zukünftigen Kommilitonen frühzeitig ins Campusleben zu integrieren.

Das ‚Buddyprogramm‘ ist ein studentisches Mentoringprogramm für Geflüchtete, die an der Universität Bayreuth studieren wollen und hier bereits die für sie kostenlosen Sprachkurse besuchen. Insgesamt haben etwa 35 Geflüchtete die Möglichkeit, dieses Angebot, welches vom Studierendenparlament (StuPa) initiiert wurde und organisiert wird, in Anspruch zu nehmen. „Mit dem ‚Buddyprogramm‘ wollen wir unsere zukünftigen Kommilitonen beim Deutschlernen unterstützen und sie frühzeitig ins Campusleben integrieren. Wie dieses Ziel erreicht wird, indem man gemeinsam kocht, Sport treibt oder feiert, darf und soll jede Gruppe selbst entscheiden“, erläutert Niklas Wenzel, der Jura studiert und sich im StuPa als Sprecherrat für Kultur, Campusgestaltung und Chancengleichheit engagiert. 

Der Bayreuther Jurastudent Martin Blazek ist von Anfang an mit dabei: Gemeinsam mit dem Chemiestudenten Johannes hat Martin die Mentorenschaft über die aus Syrien Geflüchteten Anas, Abdullah und Mohammad übernommen. Die Mentoren organisieren bspw. ein Tischtennismatch oder auch – wie hier im Februar 2016 – eine Rutschpartie in der Bayreuther Eishalle. Oft trifft sich die Gruppe aber einfach auch nur im ‚Glashaus‘, dem studentischen Kulturclub auf dem Unicampus. 

Hintergrundinformation zum ‚Buddyprogramm‘

Den Startschuss für das ‚Buddyprogramm‘ gab Ende 2015 ein Kennenlernabend im ‚Glashaus‘. Zu dieser Veranstaltung kamen über einhundert an einer Mentorenschaft für Geflüchtete interessierte Studierende – ein bemerkenswertes Zeichen für die außerordentliche Hilfsbereitschaft der Bayreuther Studierenden. Alle eingeladenen Geflüchteten haben sich sehr über das Angebot der Studierenden gefreut und eine Mentorengruppe für sich gefunden: Die Gruppen bestehen aus je zwei Mentoren und zwei bis drei Geflüchteten. „Kleine Gruppen ermöglichen es besser, sich zu unterhalten und gemeinsam etwas zu unternehmen“, ist Niklas Wenzel überzeugt. „Wir wünschen uns, dass jeder Geflüchtete eine Mentorengruppe findet.“ 

Das StuPa arbeitet derzeit an einem Rahmenprogramm, damit die Gruppen in ihrer Eigeninitiative unterstützt werden können. Im Sommersemester 2016 wird es dann eine Neuauflage des Projektes geben. Bis dahin soll sich das ‚Buddyprogramm‘ soweit verselbstständigt haben, dass die Geflüchteten durch ihre Mentoren neue Kontakte knüpfen konnten. 

„Die große Hilfsbereitschaft der Bayreuther Studierenden hat uns überwältigt. Daher planen wir auch ein Mentorenprogramm für Geflüchtete, die kein Studium aufnehmen wollen oder noch Jugendliche sind. Das ist aber noch in der Planung“, verrät Niklas Wenzel. 

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