04.03.2016

von Universität Bayreuth B° RB

Berufung

Herzlichen Glückwunsch! Zwei Bayreuther Wissenschaftler ins Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften berufen

Dr. Lena van der Hoven

Dr. Hauke Marquardt

Zum 1. März 2016 hat die Bayerische Akademie der Wissenschaften weitere sechs exzellente junge Forscher aus Bayern in ihr Junges Kolleg berufen. Darunter sind zwei Wissenschaftler der Universität Bayreuth: Die Musikwissenschaftlerin Dr. Lena van der Hoven und der Mineraloge Dr. Hauke Marquardt.

Die sechs neuen Nachwuchsforscher im Jungen Kolleg ragten in diesem Jahr unter den rund 80 hochkarätigen Bewerbern besonders heraus. Dem Jungen Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gehören nunmehr 20 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Disziplinen an. Die Bayreuther Wissenschaftler Dr. Lena van der Hoven und Dr. Hauke Marquardt erweitern den Fächerkanon um Musikwissenschaften (Dr. van der Hoven) und Mineralogie (Dr. Marquardt). „Wir freuen uns sehr, dass nunmehr auch zwei exzellente Bayreuther Wissenschaftler im Jungen Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vertreten sind“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible anlässlich der Berufung.

Dr. Lena van der Hoven arbeitet seit 2015 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Musikwissenschaft. „Über meine Berufung freue ich mich sehr. Ich denke, dass mein Forschungsprojekt ‚Mapping Opera in South African Democracy (1994-2017)‘ dem Jungen Kolleg die Möglichkeit bietet, in den Geisteswissenschaften einen Akzent zu setzen, indem es ein gesellschaftspolitisch brisantes und aktuelles Thema unterstützt. Zugleich erweitert mein Projekt das interdisziplinäre Portfolio des Jungen Kollegs um die beiden für die Universität Bayreuth markanten Studiengänge Musiktheaterwissenschaft und Afrikastudien“, erläutert die 34Jährige.

Zur Person: In ihrer Dissertation untersuchte Dr. Lena van der Hoven die preußische Hofmusik als Instrument zur Inszenierung von Herrschaft im 18. Jahrhundert. 2013 wurde sie zur Dr. phil. promoviert. Anschließend war sie als Post-Doc am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung tätig. Die Wissenschaftlerin organisierte die internationale Tagung ‚Wie klingt Demokratie?‘ mit, die 2015 in der Pariser Philharmonie stattfand, und ist wissenschaftliche Leiterin einer Symposienreihe zum 450jährigen Jubiläum der Staatskapelle Berlin.

Ihr Forschungsprojekt: Dr. Lena van der Hoven analysiert die unterschiedlichen institutionellen Strukturen und Intentionen der Opernproduktion während des Prozesses der Demokratiebildung im Südafrika der Post-Apartheid. Ziel ist nicht nur eine lokale Grundlagenforschung zur Opernlandschaft und ihres Repertoires, sondern auch das sozio-politische Potenzial der Oper in der jungen Demokratie zu definieren und in Hinblick auf Opernkrisen in europäischen Demokratien zu verorten. 

Dr. Hauke Marquardt ist Mineraloge und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bayerischen Geoinstitut der Universität Bayreuth. Seit 2014 leitet er dort die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe ‚GeoMaX‘ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der 35jährige Wissenschaftler beschäftigt sich in seiner experimentellen Forschung mit dem physikalischen Verhalten von Mineralen des Erdmantels bei den extrem hohen Drücken und Temperaturen, wie sie im tiefen Erdinneren herrschen.

Zur Person: Dr. Hauke Marquardt studierte Mineralogie an der Freien Universität Berlin und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Für seine Promotion zum Dr. rer. nat., die er 2009 am GeoForschungsZentrum Potsdam und der FU Berlin anfertigte, wurde er mehrfach auszeichnet, u.a. mit dem ‚Deutschen Studienpreis‘ der Körber-Stiftung. Nach Stationen in Berkeley und Potsdam leitet er seit 2014 die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe ‚GeoMaX‘ der Deutschen Forschungs-gemeinschaft (DFG) am Bayerischen Geoinstitut der Universität Bayreuth.

Sein Forschungsprojekt: Innerhalb des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wird der Bayreuther Forscher neuartige experimentelle Möglichkeiten nutzen und weiterentwickeln, um das Verformungsverhalten von realistischen Mantelmineralen und Gemischen am Elektronensynchrotron zu untersuchen. Diese Experimente liefern neue Erkenntnisse über physikalisch-chemische Prozesse im tiefen Erdinneren und bilden die Grundlage für Modelle, welche die Dynamik des Erdmantels simulieren und Materialtransport zwischen dem Erdinneren und der Oberfläche/Atmosphäre quantifizieren. Die Dynamik des Erdmantels drückt sich an der Oberfläche in Form von Erdbeben, Vulkanismus, oder Gebirgsbildung aus.

Das Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Mit ihrem 2010 eingerichteten Jungen Kolleg fördert die Bayerische Akademie der Wissenschaften gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern. Den Kollegiatinnen und Kollegiaten steht in der Akademie ein hochkarätiges Forum für den interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch zur Verfügung. Seit der Satzungsreform im Oktober 2015 sind die Mitglieder des Jungen Kollegs außerordentliche Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Mit der Mitgliedschaft im Kolleg ist ein Forschungsstipendium in Höhe von 12.000 Euro jährlich verbunden. Die Förderung läuft drei Jahre und kann bei erfolgreicher Zwischenbegutachtung bis zu sechs Jahre betragen. Die jungen Wissenschaftler stellen während der Förderdauer ihre Forschungsvorhaben in interdisziplinären Veranstaltungen vor und diskutieren sie mit Spitzenwissenschaftlern aus dem Umfeld der Akademie. Das Junge Kolleg wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst finanziert.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist die größte und eine der ältesten Akademien in Deutschland. Ihren Aufgaben als Gelehrtengesellschaft, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Ort des lebendigen wissenschaftlichen Dialogs mit Gesellschaft und Politik ist sie seit mehr als 250 Jahren verpflichtet. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und das kulturelle Erbe sichern. Die Akademie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern fördert sie in ihrem Jungen Kolleg.

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