Urweltmuseum in Bayreuth

Urweltmuseum in Bayreuth

Im Urwelt Museum kann man die Erdgeschichte der abwechslungsreichen letzten 500 Millionen Jahre Oberfrankens erforschen und kennen lernen. Neben den häufig wechselnden Präsentationen zu speziellen Themen findet man auch die Dauerausstellungen über die Erdgeschichte. Die Dauerausstellung beinhaltet eine Multivisionsshow, Saurierzähne, die angefasst werden dürfen, nachgebaute Eiszeittiere und sogar richtige Saurier sind zu bestaunen. Bei den wechselnden Präsentationen werden auch von Sammlern ihre Fossil- und Mineraliensammlungen des regionalen Bereiches präsentiert.

Themen:
Mit dem Arbeitszimmer von Graf Münster beginnt die Zeitreise in die Vergangenheit. Dort wird die Museumsgeschichte erzählt und man erhält gleichzeitig auch noch Einblicke in die Zeit der großen Paläontologie (=Geschichte des Lebens) des 19. Jahrhunderts, in Bayreuth.

In einer nachgestellten Höhle findet man sogar manche Tiere aus der Eiszeit wieder. Wie der Höhlenlöwe oder der Liebling aller Kinder: der Höhlenbär, der auch Methusalem von Grottenstein genannt wird. Der Höhlenbär wurde detailbedacht seiner einstigen Lebensgröße nachgebaut.

Dem Besucher wird auch ein 5 m langer Giraffenhalssaurier zur Schau gestellt. Den Saurier namens Tanja hat das Museum erst im Sommer 2000 erhalten. In der gleichen Halle, in der jetzt auch Tanja zu finden ist, sind auch noch andere Skelette von Sauriern, die auch nachkonstruiert, in einem Diorama wieder zum Leben erweckt werden können.

Auch sehenswert ist die umfangreiche Kristallwelt, die im Museum geboten wird. Dort werden sogar Alaunkristalle gezüchtet. Interessant ist dabei auch, wie erklärt, und auch zu sehen ist, wie die Fehler im Kristallgitter die Kristalle erst in ihrer richtigen Schönheit glänzen lassen. Neben den Kristallen und Materialien werden auch die Fundorte, in einem Raum, der eine Art Schatzkammer bildet, gezeigt. Diese Fundorte sind heute schon zum Teil gar nicht mehr zugänglich.

Einen Augenschmaus bietet auch das 3 x 3 m große, begehbare Kristallgitter, das mit den milliardenfach vergrößerten Goldatomen einen Einblick in die wunderschöne Welt der Kristallgitter vermittelt.

Für Kinder sind die Informationen unter anderem auch spielerisch verpackt, so können sie den Info-PC benutzen und dabei ihr Wissen testen und aufbessern. Bei Hau den Lukas können Sie die Abschnitte der Erdgeschichte entdecken, aber auch in der Multivisionsshow wird man 20 Minuten lang mit packenden Bildern von Vulkanausbrüchen, Dschungellandschaften und Eisgletschern in den Bann gezogen.

Die echten Zähne von einem Pflasterzahnsaurier dürfen im Urwelt Museum sogar angefasst werden.

Ganz aktuell: Das Monster aus dem Liasmeer - Temnodontosaurus
Das Urwelt-Museum Oberfranken präsentiert ab 30.März 2007 in seinen Ausstellungsräumen eine Sensation: Den ca. 1,50 Meter langen Schädel eines Temnodontosaurus. Dieser Fischsaurier lebte vor ungefähr 185 Millionen Jahren in einem tropisch warmen Meer nahe Bayreuth. Das 11m lange Meeresreptil, welches einen Körperumriss ähnlich eines Riesendelfins hatte, jagte Tintenfische, Ammoniten, Fische und sogar seine eigenen Artgenossen.

Nach seinem Tod schwebte der Körper von Leichengas gefüllt im Wasser. Als der Körper aufplatzte, sank das Tier torpedoartig zum Meeresboden. Die Schnauze bohrte sich durch das Belemnitenschlachtfeld in das Sediment, der Rest des Körpers lag ungeschützt am Meeresboden.

Er wurde von Aasfressern und Wasserströmungen zerteilt. Um die Schnauze bildete sich eine Kalkknolle, die für einen guten Schutz des Fossils, auch während der Versteinerung, sorgte.

Besonders gut erhalten und durch den Präparator Stefan Eggmaier in mühsamer Arbeit freigelegt ist das Gebiss des Raubtieres.
Zahllose 5 cm lange Zähne reihen sich im Maul des Tieres aneinander.

Das Fossil wurde, zusammen mit einigen handtellergroßen Wirbelknochen und einem riesigen Handwurzelknochen bereits 2004 in der Tongrube Mistelgau gefunden. Jahrelange Präparationsarbeit war notwendig, um den Raubtierschädel in seiner Fundlage zeigen zu können.
Nun kann der riesige Schädel im Urwelt-Museum betrachtet werden.
Zum Abschluss an die Reise, in die Vergangenheit, können dann im Museumsshop kleine Andenken gekauft werden.

Adresse:
Urwelt Museum
Kanzleistraße 1
95444 Bayreuth
Telefon: 0921 - 511211
Telefax: 0921 - 511212

E-Mail: Urwelt-Museum-Oberfranken(at)t-online.de

Träger: Stadt Bayreuth, Leitung: Dr. Joachim Rabold

Öffnungszeiten:
Di. - So.: 10 - 17 Uhr
- während der Festspiele auch montags geöffnet -
- vom 25. 7 bis zum Ende der Sommerferien auch montags geöffnet -

Eintritt: 3,50 Euro
Ermäßigt:
 2,50 Euro

Weitere Informationen zu Ausstellungen finden Sie hier.

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