Vermisst - Gefunden - Abzugeben

Hund / Katze zugelaufen? Wie verhalte ich mich?

Wenn Ihnen ein Tier zugelaufen ist, informieren Sie uns bitte sofort!

Unter der Tel. 0921 - 62634 beschreiben Sie unseren Mitarbeiterinnen das Tier genau und teilen uns mit, wie, wann und wo Sie das Tier gefunden haben. Achten Sie auf etwaige Verletzungen, damit dem Tier umgehend geholfen werden kann.

Wenn Sie das Tier kurzfristig behalten möchten, bedenken Sie bitte, dass es sich um ein fremdes Tier handelt, dessen Eigenarten Sie nicht kennen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder in der Familie leben. 

Sie können das Fundtier in das Tierheim bringen. In Notfällen können Sie sich auch an ihre Polizeidienststelle wenden.

Hund / Katze entlaufen? Was kann ich tun?

Auch wenn man noch so gut aufpasst, kann es passieren, dass die Katze zur Wohnungstür hinausspaziert und nicht wieder kommt, oder dass der Hund auf dem Spaziergang davonrennt und nicht mehr nach Hause findet. Viele aufgeregte Tierbesitzer sind dann ratlos und wissen nicht was zu tun ist.

Der nächste Schritt ist der Anruf im Tierheim (0921-62634). Melden Sie dort wann und wo Ihr Hund / Ihre Katze entlaufen ist und geben Sie eine möglichst genaue Beschreibung. Vielleicht haben Sie Glück und er / sie ist bereits dort! Oder man kann Sie zurückrufen wenn er / sie später noch gebracht wird. Kommen Sie auch in regelmäßigen Abständen während der Öffnungszeiten zu uns ins Tierheim, da Sie Ihr tier am besten wieder erkennen.

Für den Fall, dass Ihr Tier angefahren wurde, sollten Sie auch bei den Tierärzten nachfragen, ob es vielleicht verletzt dorthin gebracht wurde.

Hilfreich ist oft auch eine Zeitungsannonce (evtl. mit Bild oder Ausschreiben einer Belohnung).
Bitten Sie auch Ihre Nachbarn darum, nach Ihrem Tier Ausschau zu halten.

Zusätzlich können Sie in dem Gebiet, in dem Ihr Hund/Ihre Katze verschwunden ist, Zettel aufhängen.

Melden Sie den Verlust Ihres Tieres auch umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle, bei Verdacht des Diebstahls erstatten Sie Anzeige.

In Bayreuth gibt es auch die Möglichkeit eine kostenlose Vermisstenmeldung im Radio (Radio Mainwelle), Tel. 0921 / 75 75 00) durchsagen zu lassen.

Kontrollieren Sie, besonders beim Verlust einer Katze, die Keller und Garagen Ihrer Nachbarn, das Tier könnte dort versehentlich eingesperrt worden sein.

Wir hoffen, dass Sie Ihr Tier möglichst bald gesund und munter finden werden! Haben Sie Ihr Tier wieder gefunden, bitten wir Sie, uns dies umgehend zu melden, damit wir die Vermisstenmeldung aufheben können.

Wichtig ist zunächst die Vorbeugung:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Tier zu kennzeichnen, so dass man den Besitzer leicht ausfindig machen kann. Für Hunde gibt es zum Beispiel verschiedene Anhänger fürs Halsband, in Herzform oder als Metallröhrchen, in die man einen Zettel mit Namen des Hundes, Namen des Besitzers und die Telefonnummer geben kann. Leider sind diese Anhänger oft unzuverlässig, da sie abreißen können. Deshalb ist es sinnvoll, ein breites Lederhalsband zu verwenden und die Angaben ins Innere des Halsbandes zu schreiben. Trotzdem kann es passieren, dass auch ein Halsband verloren geht, und Katzen sollte man sowieso kein Halsband umlegen, da sie damit hängenbleiben, oder sich gar strangulieren können.
Die sicherste Methode ist daher, sein Tier, egal ob Hund oder Katze, tätowieren zu lassen. Dazu geht man zu seinem Tierarzt, der dem Tier eine Kennummer ins Ohr tätowiert. Bei Katzen sollte man dies am besten bei der ohnehin notwendigen Kastration durchführen lassen, die Kosten liegen dann nur bei ca. 5 Euro! Die Tätowierung ist zwar grundsätzlich sehr zuverlässig, dennoch kommt es vor, dass mit zunehmendem Alter des Tieres die Nummer verblasst.
Deshalb hat sich immer mehr eine neuere Methode durchgesetzt. Hierbei wird ein winziger Microchip direkt unter die Haut injiziert. Dieser Vorfang erfordert nicht einmal eine Narkose. Später kann das Tier dann mit einem entsprechenden Lesegerät sofort identifiziert und der Besitzer verständigt werden.
Bei Katzen empfehlen wir dennoch zusätzlich zum Chippen stets zu tätowieren, weil viele Menschen Freigängerkatzen gerne spontan adoptieren und nur die Täto-Nummer dagegen einen relativ zuverlässigen Schutz bietet.
Täto-Nummer und Chipnummern kann man übrigens kostenlos bei TASSO und dem Deutschen Haustierregister registrieren lassen.

Die Kennzeichnung Ihres Tieres wird eine eventuelle Suche jedenfalls enorm erleichtern. Hier finden Sie noch einige Tips, die Ihnen im Notfall helfen werden:

Ist ein Hund in unbekanntem Gelände entlaufen, wartet man am besten an der Stelle, an der man ihn zuletzt gesehen hat. In der Regel hat der Hund einen guten Orientierungssinn und kommt dorthin zurück, um seine Menschen zu suchen. Wenn möglich sollte zusätzlich jemand zu Hause warten, manche Hunde machen sich auch aus entlegensten Gebieten auf den Heimweg.
Bei Katzen sollte auch möglichst immer jemand zu Hause sein, damit das Tier, falls es doch nach Hause findet, nicht vor verschlossener Türe steht. Sie können natürlich zusätzlich einen Suchtrupp losschicken. Wichtig ist es auch, in Garagen, Kellern oder Abstellkammern, die selten benutzt werden, nachzusehen, ob die Katze nicht versehentlich eingesperrt wurde.
Bleibt die erste Suche erfolglos gibt es noch keinen Grund zur Verzweiflung.

Hund / Katze nicht mehr möglich? Wenn Sie Ihr Tier abgeben müssen?

Wenn Sie Ihr Tier abgeben müssen, bitten wir Sie folgendes zu beachten.

Wenn Sie ein Tier haben, tragen Sie dafür Verantwortung. Ein Haustier abzugeben heißt, ein Familienmitglied zu verlieren. Also treffen Sie die Entscheidung bitte nicht leichtfertig!

Denn oft verbringen die bei uns aufgenommenen Tiere eine lange Zeit im Tierheim, bis sich ein neues Zuhause findet! Müssen Sie sich von Ihrem Tier trennen, versuchen Sie zunächst, in Eigeninitiative ein gutes neues Zuhause zu finden.

Wenn eine Notlage besteht oder sich kein neuer Besitzer findet, ist das Tierheim Bayreuth selbstverständlich bereit, Ihr Tier aufzunehmen. Ihr Tier sollte kastriert, entwurmt und geimpft sein, denn ansonsten müssen wir Sie anteilig an diesen Kosten beteiligen. Bitte rufen Sie vorher an, damit alles für die Aufnahme Ihres Tieres vorbereitet werden kann und damit auch geklärt ist, ob wir Platz haben und Ihr Tier auch aufnehmen können. Bitte bedenken Sie auch, dass wir eine Abgabegebühr erheben müssen.

Nimmt das Tierheim Pensionsgäste?

Ja. Wenn Sie in den Urlaub fahren möchten und Ihr Tier nicht mitnehmen können, besteht die Möglichkeit es ins Tierheim in Pension zu geben. Allerdings sind die Aufnahmemöglichkeiten begrenzt. Besonders in der Ferienzeit ist es daher notwendig, das Tier vorher rechtzeitig anzumelden. Vorraussetzung ist selbstverständlich, daß Ihr Tier ausreichend geimpft und gesund ist, Hunde müssen außerdem über eine Haftpflichtversicherung verfügen.

Tagespreise Pensionstiere:

  • Hunde: 10,- Euro
  • Katzen: 5,- Euro
  • Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel,..): 3,- Euro

Bei Kleintieren gilt: Bei mehreren Tieren im gleichen Käfig kostet das erste Tier den vollen Preis, jedes weitere Tier die Hälfte.

Grundsätzlich sollten Sie aber bedenken, dass ein Aufenthalt im Tierheim großen Stress bedeutet. Im Interesse Ihres Tieres sollten Sie sich zunächst bemühen, ob sich nicht jemand findet, der das Tier zu Hause versorgen kann. Übrigens: Sowohl im Inland als auch im Ausland gibt es viele Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze, in denen man mit Hund Urlaub machen kann. Adressen finden Sie z.B. in Tierzeitschriften.

Warum kommen Tiere ins Tierheim?

Der verlassene, angebundene Hund am Autobahnparkplatz ist Dank groß angelegter Aufklärungskampagnen immer seltener geworden. Trotzdem kommt jedes Jahr eine Anzahl von Fundtieren ins Tierheim, die nicht mehr abgeholt werden. Dies gilt insbesondere für Katzen, die in großer Zahl aufgegriffen werden. Viele Tiere sind nach wie vor nicht tätowiert oder gechippt und können trotz umfangreicher Vermisstenlisten, die wir im Tierheim führen, nicht mehr ihren Besitzern zugeordnet werden.
Viele unserer Schützlinge werden aber von ihren Vorbesitzern bei uns abgegeben. Oft handelt es sich um Tiere, die plötzlich langweilig, unbequem oder einfach zu groß geworden sind. Viele Menschen müssen sich aber auch wegen Umzug, Scheidung, Allergie oder Einzug ins Altersheim von ihren langjährigen Freunden trennen.
Ein besonders trauriges Kapitel sind Tiere, die aufgrund von Anzeigen ins Tierheim gebracht werden. Diese sind oft völlig verwahrlost, krank, misshandelt oder durch lange Einzelhaft verängstigt oder abgestumpft. Dank liebevoller Pflege und tierärztlicher Versorgung gelingt es aber in den meisten Fällen schnell, solchen Tieren neuen Lebensmut zu geben.

Kostet ein Tier aus dem Tierheim etwas?

Im Tierheim werden die Tiere natürlich nicht "verkauft", sie sind ja schließlich keine Ware. Erwartet wird jedoch eine angemessene Spende (die sogenannte Schutzgebühr) um zumindest einen Teil der Kosten (Impfungen, tierärztliche Behandlungen, Futter, etc.) zu decken. Das Tierheim Bayreuth ist entgegen der landläufigen Meinung keine städtische Einrichtung.
Die Schutzgebühren für unsere Tiere erfahren Sie im Tierheim direkt, sie sind vom Alter des Tieres abhängig, jedoch nicht verhandelbar. Wer die Schutzgebühr scheut, sollte generell vom Erwerb eines Tieres Abstand nehmen, denn möglicherweise ist er oder sie im Falle der Erkrankung des Tieres auch dann nicht bereit, die notwendige tierärztliche Behandlung zu bezahlen.
Überhaupt verursacht ein Betrieb wie ein Tierheim enorme Kosten. Mit den Mitgliedsbeiträgen (von nur 30 Euro im Jahr) lassen sich oft nicht einmal die Arzt- oder Heizkosten für ein einzelnes Tier decken. Deshalb sind das Tierheim und seine Bewohner über jede finanzielle Unterstützung immer dankbar.

Gibt es auch Rassehunde und Rassekatzen im Tierheim?

Neben den vielen originellen Mischlingen finden sich auch immer wieder Rassehunde in den Tierheimen. Ein Rassehund hat seine Besitzer natürlich eine Stange Geld gekostet und wird deshalb nicht so leicht ausgesetzt. Doch Allergien, Scheidungen, Wohnungswechsel oder Krankheit machen auch vor den Besitzern von Rassehunden nicht halt.
Deshalb sollten Sie, wenn Sie einen Rassehund suchen, immer erst ins Tierheim schauen. Vielleicht wartet dort Ihr Traumhund auf Sie.

Die häufigsten Tierheimkandidaten sind die Deutschen Schäferhunde. Sie findet man in allen Farbschlägen und Altersstufen.
Andere Rassen, die man immer wieder in Tierheimen findet, sind:
Huskies, Dobermänner, Rottweiler, Dackel, Cockerspaniel, Collies, Yorkshire Terrier, Pudel, Boxer, Labrador und Golden Retriever u.a.
Doch auch andere, teils seltene Rassen wurden schon im Tierheim Bayreuth abgegeben:
Afghanen, Barzois, Bearded Collies, Dogo Argentinos, Neufundländer, Shi-Tzus, Pekinesen, Kaukasische Owtscharki, Wolfsspitze, Briards, Setter und vor einiger Zeit sogar zwei Xoloitzcuintle, ein Chinesische Schopfhund und noch viele andere.

Die häufigste Rassekatze im Tierheim ist die Perserkatze. Leider werden diese Tiere oft unüberlegt angeschafft. Das Fell der Perserkatze braucht viel Pflege, denn allein können die Tiere ihr langes Fell nicht sauber halten. Viele Perser kommen in einem schlimmem Zustand ins Tierheim, so dass das verfilzte Fell erst einmal abgeschoren werden muß. Aus so einem "hässlichen Entlein" wird aber bei guter Pflege bald wieder eine Katzenschönheit.

Wie alt wird mein Tier?

Natürlich kann man nie vorhersagen, wie lange einem ein Tier erhalten bleibt. Aber jede Tierart hat eine gewisse Lebenserwartung, die man bedenken sollte, bevor man sich ein Tier anschafft. Schließlich will Ihr neuer Hausgenosse sein ganzes Leben bei Ihnen verbringen und nicht wegen Umzug, Berufswechsel oder aus anderen absehbaren Gründen gleich wieder abgeschoben werden.
Man kann sagen, dass ein Hund durchschnittlich 13 Jahre (sehr große Rassen nur 10 Jahre, kleine Rassen manchmal bis zu 18 Jahre!) alt wird.
Das Durchschnittsalter für Katzen liegt bei 17 Jahren.
Kaninchen und Meerschweinchen werden etwa 10 Jahre alt.
Hamster, Mäuse und Ratten leben ca. 1-3 Jahre.
Wellensittiche und Kanarienvögel erreichen ca. 7-12 Jahre.

Wie kann ich den Tierheim-Tieren helfen?

Es gibt viele Wege den Tieren zu helfen. Es ist schön, wenn jeder auf seine Weise dazu beiträgt, das schwere Los der verlassenen Tiere zu lindern.

Wenn Sie nachmittags unter der Woche Zeit haben, besteht die Möglichkeit, während der Öffnungszeiten Hunde spazieren zu führen. Denn diese brauchen Kontakt zu verständnisvollen Menschen und Bewegung, um nicht psychisch abzustumpfen. Ebenso freuen sich unsere Katzen über „Katzenstreichler“ die ihnen die Streicheleinheiten geben, die sie so sehr vermissen, da sie sonst nur wenig Kontakt zu Menschen erhalten.

Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, unsere Arbeit durch persönliche Mitarbeit zu unterstützen, können Sie uns ja vielleicht finanziell weiterhelfen. Für jegliche Spenden sind wir sehr dankbar, denn ohne Geld ist unsere Arbeit gar nicht möglich.

Eine finanzielle Spende ist Ihnen zu anonym? Dann übernehmen Sie doch eine Patenschaft für einen unserer Schützlinge. Nähere Information über Patenschaften finden sie hier.

Auch über noch brauchbare Sachspenden wie Hunde- und Katzenspielzeug, Kratzbäume, Decken, geräumige Kleintierkäfige, Transportboxen, aber auch Futter (Hunde- und Katzenfutter, Karotten und Salat für die Hasen und Meerschweinchen etc.) freuen wir uns sehr.

Manche Tiere sitzen schon jahrelang im Tierheim. Werbung für unsere Schützlinge zu machen ist aber leider auch sehr teuer. Deshalb wäre es auch eine große Hilfe, wenn jemand ab und zu eine Zeitungsannonce, mit oder ohne Bild, spendieren würde.

Haben Sie eine Homepage? Dann "linken" Sie doch das Tierheim (http://www.tierheim-bayreuth.de), damit noch mehr Menschen zu unseren Seiten finden.

Die einfachste Art, auf die Sie uns unterstützen können, ist, wenn Sie für nur 30 Euro im Jahr Mitglied im Tierschutzverein werden.

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