08.08.2018

von B° RB

Hochwasserschutz

Neues Hochwasserrückhaltebecken in Oberkonnersreuth eingeweiht. Stadt Bayreuth investiert in den Hochwasserschutz: Rückhalte- becken wurde in zwei Jahren für rund 1,4 Millionen Euro gebaut

Blick auf die Steuerungszentrale für das neue Hochwasserrückhaltebecken

Die Berichte über katastrophales Hochwasser in ganz Deutschland häufen sich, die Folgen des Klimawandels sind auch in Oberfranken zu spüren. Damit Bayreuth für einen solchen Fall gerüstet ist, investiert die Stadt in den Hochwasserschutz. Am Montag, 6. August, hat Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe im Beisein von Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes Hof, des Stadtrats und der beteiligten Baufirmen ein neues Hochwasserrückhaltebecken im Stadtteil Oberkonnersreuth in Betrieb genommen.

An der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße ist ein Trockenspeicher mit einem Speichervolumen von 125.000 Kubikmetern entstanden. Das neue Dammbauwerk mit einer Länge von zirka 290 Metern und einer Kronenbreite von zwei Metern schließt sich an den bestehenden Straßendamm in der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße an. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Das Bauprojekt wurde vom Freistaat Bayern mit der höchsten Zuschussquote in Höhe von 75 Prozent gefördert.

Das neue Hochwasserrückhaltebecken ist das dritte und zugleich letzte Projekt eines Gesamtpakets zum Hochwasserschutz entlang des Sendelbachs (Ausbau Glasenweiher, Überdachung des Sendelbachs im Zuge des Marktumbaus). Außerdem ist bereits ein Regenrückhaltebecken in Wolfsbach und ein Einschöpfbauwerk Roter Main am Flößanger realisiert worden, um für mehr Schutz des Stadtgebietes vor Hochwasserschäden zu sorgen. Das Rückhaltebecken in Oberkonnersreuth wurde in Federführung des städtischen Tiefbauamtes (Projektleiter Volker Stolbinger) über eine Bauzeit von zwei Jahren hinweg errichtet.

Für die Steuerung des Beckenbetriebs wurde am Sendelbach ein Einlauf in Form eines Schachtbauwerks mit zwei Schütztafeln erstellt. Beim etwa 25 Meter neben dem Sendelbach verlaufenden Tappert wurde ebenfalls ein Einlaufbauwerk mit einem Absperrschieber errichtet. Außerdem wurde bei Destuben, südlich von Fürsetz, eine Überleitungsmulde vom Aubach in den Tappert zur Entlastung des Aubachs bei Hochwassersituationen gebaut. 

Das Hochwasser, das bislang im Aubach Richtung Lindenhof/Röhrensee geflossen ist, wird nun über das neue Hochwasserrückhaltebecken Oberkonnersreuth geleitet.

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