12.10.2018

von B° RB

Mehr Studierende und zahlreiche neue Projekte

Universität Bayreuth startet dynamisch ins Wintersemester 2018/19

Universität Bayreuth

Die Universität Bayreuth bestätigt erneut ihren Ruf als junge, dynamische Hochschule. Der Start ins Wintersemester 2018/19 wird flankiert von gestiegenen Studierendenzahlen und Großprojekten, die 2018 angestoßen wurden und jetzt zügig umgesetzt werden sollen. Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible zählt auf: „Die Fortschritte bei der siebten Fakultät und dem Campus in Kulmbach, das Batterieforschungszentrum BayBatt sowie der Medizincampus Oberfranken, das geplante Institut für Entrepreneurship und Innovation, vor allem aber der Zuschlag für ein Exzellenzcluster in der Afrikaforschung – all das zeigt: Wir haben die Weichen richtig gestellt.“ 

Es war eine umfangreiche und vor allem erfolgreiche Bilanz, die Präsident Leible und seine Kollegen der Hochschulleitung an diesem Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz der Öffentlichkeit präsentieren konnten. 12.790 Studierende haben sich bereits für Bayreuth entschieden. Das sind 297 mehr als zum selben Zeitpunkt im Wintersemester 2017/18. Der Zuwachs geschah in allen Bereichen. Universitätspräsident Leible resümierte daher: „Der gute Ruf der Uni Bayreuth hat sich weiter verfestigt.“ 

In Zahlen bedeutet dies: Zum 10.10.2018 sind 1.708 Erstsemester, 3.031 Studierende im ersten Fachsemester und damit in Summe 12.790 Studierende an der Uni Bayreuth eingeschrieben. Insgesamt kommen 2.300 Studierende neu nach Bayreuth. Zum Stichtag der amtlichen Statistik am 01.Dezember 2018 rechnet die Hochschulleitung mit insgesamt knapp 13.800 Studierenden (inklusive Beurlaubten). Betreut werden sie von etwa 1.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Das entspricht einem Anstieg von etwa fünf Prozent. 

Knapp ein Drittel der Studierenden kommt aus Oberfranken und der Oberpfalz, circa 25 Prozent aus dem restlichen Bayern und ein weiteres Drittel aus dem übrigen Bundesgebiet. Rund neun Prozent der aktuell eingeschriebenen Studierenden kommen aus dem Ausland, vor allem aus China. 

Um diesen Trend zu forcieren, wird die Internationalisierungsstrategie weiter verfolgt: Nach dem erfolgreichen Start des Gateway Office in Melbourne sind weitere Büros in Boston und Bordeaux bereits in Vorbereitung. Zahlreiche – auch international orientierte – Studiengänge legt die Universität Bayreuth darüber hinaus neu auf: Die Bachelor-Studiengänge Recht und Wirtschaft, Umwelt- und Ressourcentechnologie sowie Berufliche Bildung Fachrichtung Elektrotechnik und der Master Informatik starten mit diesem Wintersemester. Des Weiteren sind für das Sommersemester 2019 in Planung: der Bachelor Elektrotechnik und Informationssystemtechnik und die Master Scientific Computing, Geschichte in Wissenschaft und Praxis, Global History sowie Oper und Performance. 

Neue Projekte

Vor Ort stehen die größten Projekte an: Mit der Bewilligung eines Exzellenzclusters in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder wird die Afrika-Expertise in Bayreuth weiter ausgebaut. „Wir sind die einzige kleinere Universität in Bayern mit einem Exzellenzcluster, zudem sind wir die einzige Universität im Freistaat, die in dieser Exzellenz-Runde einen Cluster alleine stemmt“, sagte Kanzler Dr. Markus Zanner vor den Medien. Nun sollen vier neu neue ‚African Cluster Centres‘ in Afrika gegründet werden. Weiter sind eine neue Professur für Wissenschaftstheorie mit Schwerpunkt Afrika, eine Juniorprofessur im Bereich der Digital Humanities sowie vier Nachwuchsgruppen geplant. Zanner betont: „Wir heben die traditionsreiche Bayreuther Afrikaforschung mit dem Cluster ‚Africa Multiple‘ auf ein neues Level.“ 

Ein weiteres zukunftsträchtiges Feld ist die Batterieforschung, die seit September im ‚BayBatt’ zuhause ist. Am Bayerischen Zentrum für Batterietechnik, „das die Staatsregierung ganz bewusst bei uns angesiedelt hat“, wie Uni-Präsident Leible bemerkt, „sollen die schon vorhandenen Kompetenzen der Universität Bayreuth in allen Fragen der Energiespeicherung gebündelt, intensiviert und erweitert werden“. Nach der Behandlung im Landtag im Frühjahr 2019 sollen 114 Stellen, davon 12 Professuren am BayBatt entstehen. Ab 2021 sind die ersten spezialisierten Bachelor- und Masterstudiengänge geplant. 

Den Lebenswissenschaften widmet sich die bereits 2017 angekündigte siebte Fakultät der Universität Bayreuth. Sie hat in 2018 konkrete Formen angenommen: „Wir sind gut in der Zeit und zuversichtlich, dass die ersten Studierenden 2020 in Kulmbach starten werden“, so Leible. Noch Ende dieses Jahres sollen die Planungen für die Neubauten beginnen, Mitte 2019 wird mit den Berufungen und Stellenausschreibungen begonnen. Im Oktober 2020 sollen die ersten Studierenden an der Fakultät VII auf dem Campus Kulmbach beginnen. 

Synergien ergeben sich mit dem neuen Medizincampus Oberfranken (MCO): 2021 sollen die ersten Medizinstudenten in Bayreuth eintreffen. Im Zuge des Medizinstudiums an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen wechseln sie im Laufe der Zeit nach Bayreuth ans Klinikum und die Uni. Diese steuert Lehrpersonal aus den vorhandenen Lehrstühlen zum Beispiel am Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften im Bereich Public Health und Gesundheitsökonomie bei. Zusätzlich sollen im Rahmen des MCO zehn Profilprofessuren direkt an der Universität Bayreuth neu entstehen. 

Auf der Zielgerade befindet sich die Universität Bayreuth beim Thema ‚Institut für Entrepreneurship und Innovation’: Parallel zu den Planungen der Stadt, am Rande des Universitätsgeländes ein Regionales Innovationszentrum aufzubauen, bereit die Universität die Gründung des Instituts vor. Die Berufungsverfahren für die ersten Lehrstühle (‚Human Ressource Management und Intrapreneurship’ sowie ‚Entrepreneurship und Digitale Geschäftsmodelle’) laufen bereits. Mit der Entscheidung des Landtags über die entsprechenden Mittel voraussichtlich im April 2019 beginnen die Detailplanungen hinsichtlich Standort und Räumlichkeiten und die Ausschreibung weiterer drei neuer Professuren in diesem Bereich. 

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