04.02.2018

von B° RB

Additive Fertigung

Uni Bayreuth startet Online-Schulungen für kleine und mittlere Unternehmen

Ein Beispiel für additive Fertigung: 3D-gedruckter Haken eines Krans mit einer optimierten Strukturfüllung

"Additive Fertigung" ist der Inbegriff technisch anspruchsvoller und flexibler Produktionsverfahren, die für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zunehmend attraktiv sind. Dabei werden Prototypen, Endprodukte oder auch Werkzeuge nicht in einem Stück, sondern schrittweise aus Pulver, Harz und anderen leicht formbaren Materialien hergestellt. 

Ab 7. Februar 2018 bietet der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth Online-Schulungen zur additiven Fertigung an, die speziell auf KMU zugeschnitten sind. Die Schulungen sind Teil des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekts PROGRESSadditiv, Projektträger ist die Virtuelle Hochschule Bayern. 

PROGRESSadditiv verfolgt das Ziel, bayerische KMU mit Technologien der additiven Fertigung, aber auch der virtuellen Produktentwicklung vertraut zu machen. Hierfür haben die Bayreuther Ingenieure um Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg eine Schulungsplattform im Internet mit Lehrmaterialien auf dem technisch neuesten Stand und eine Serie von Webinaren entwickelt. Die Themen reichen dabei von verschiedensten Fertigungstechnologien und Materialien über die Datenaufbereitung bis zur Nachbearbeitung der Produkte. Eine neue Simulationssoftware hilft den Mitarbeitern von KMU, sich das erforderliche Know-how anzueignen. Zudem werden den Unternehmen Kapazitäten zur Verfügung gestellt, damit sie Verfahren der additiven Fertigung im eigenen Haus testen können.

Die Schulungen im Kurs „Additive Fertigung“ beginnen am 7. Februar 2018 und werden im 14-Tages-Rhythmus online abgehalten. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die jeweils vergangenen Schulungen stehen als Aufzeichnung bereit und können jederzeit wiederholt werden. Die Teilnahme ist für alle bayerischen KMU gebührenfrei. Auch die nötige Schulungssoftware wird kostenlos zur Installation am Arbeitsplatz bereitgestellt, die Unternehmen können auch nach Projektende weiterhin kostenfrei darauf zugreifen. Die Teilnehmer erhalten im Rahmen der Schulungen Zertifikate, die die erworbenen Kompetenzen detailliert belegen.

Ebenfalls unter dem Dach von PROGRESSadditiv folgen ab Oktober 2018 Online-Schulungen für KMU auf dem Gebiet der „Höheren Finite-Elemente-Methode“, bei der komplexere Simulationsmethoden – insbesondere im Rahmen der virtuellen Produktentwicklung – zum Einsatz kommen. Diese Kurse werden an die Seminare im Vorgängerprojekt OPTIFEM.BAYERN anknüpfen, die der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD von 2015 bis 2017 für KMU angeboten hat. Alle Teilnehmer an den neuen Kursen werden jederzeit gebührenfrei auf die früheren Schulungsunterlagen zurückgreifen können.

Ausführliche Informationen zu den Schulungen bietet die Homepage von PROGRESSadditiv: https://progress-additiv.de/

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