21.11.2017

von B° RB

Gemeinsam gegen Plastikmüll

Universität Bayreuth: Gemeinsam gegen Plastikmüll - 
Startschuss in Bayreuth für den Forschungsverbund PLAWES

Projektauftakt in Bayreuth: Vertreter des Forschungsverbunds PLAWES vor dem Gebäude Polymer Nanostructures auf dem Campus der Universität

Um der steigenden Verschmutzung der Umwelt mit Plastikmüll wissenschaftlich zu begegnen, haben die Universität Bayreuth und das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) gemeinsam mit weiteren Partnern einen Forschungsverbund eingerichtet, der dieses Problem erstmals aus einer ganzheitlichen Forschungsperspektive angehen soll. Der Kurzname PLAWES steht dabei für „Mikroplastikkontamination im Modellsystem Weser - Nationalpark Wattenmeer: ein ökosystemübergreifender Ansatz“.

Zum Startschuss des Projekts trafen sich jetzt die Forschungspartner an der Universität Bayreuth, um gemeinsam die nächsten Schritte festzulegen. In der Modellregion Weser – Nationalpark Wattenmeer wollen die Wissenschaftler herausfinden, wie kleinste Plastikteilchen (Mikroplastik) vom Festland bis ins Meer gelangen, welche Eintrags- und Transportwege in welchem Umfang daran beteiligt sind und welche Risiken die durch Plastik verursachte Verschmutzung unterschiedlicher Ökosysteme mit sich bringt. Zudem werden am konkreten Beispiel der Modellregion neue Informations- und Lehrmaterialien erstellt, um relevantes Wissen für die Zivilgesellschaft sowie Entscheidungsträger verfügbar zu machen.

Zusammen mit den beiden Koordinatoren sind auch die Goethe Universität Frankfurt und die Universität Oldenburg, das Forschungszentrum Jülich, das Thünen-Institut in Braunschweig, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf Norderney sowie zahlreiche Stakeholder aus Wirtschaft und Politik mit speziellen Fachkompetenzen in das Projekt eingebunden.

Die am Beispiel der Pilotregion Weser / Wattenmeer gewonnenen Ergebnisse und entwickelten Konzepte sollen später auf ähnliche Fluss- und Küstenregionen in anderen Ländern übertragen werden. Sie sollen in nationale und internationale Strategien einfließen, welche die von Plastikmüll verursachten Gefahren gezielt in den Umweltschutz – insbesondere in den Schutz aquatischer Ökosysteme - einbeziehen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit insgesamt rund 2,9 Millionen Euro aus dem Programm FONA (Forschung für Nachhaltige Entwicklung).

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